Das Schlimme ist: Kretzschmar hat Recht

Um es vorweg zu nehmen, ich mag Stephan Kretzschmar nicht. Für mich gehört er neben Til Schweigern zu den größeren Dumpfbacken, die rumlaufen. Zu fast allem was zu sagen zu haben, von nichts eine Ahnung und eigentlich ist es nur wichtig das man sich selbst gut inzeniert. Eigentlich nichts anderes was unter anderem einen Donald Trump zu einem Politiker machte. Genau dieser Kretzschmar trat jetzt eine Diskussion los.

Man könne nicht mehr seine Meinung sagen, so der Kern seiner Aussage. Klar das ein Herr Wagner von der Bildzeitung gleich wieder um die Ecke kommt und intoniert das in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht und er niemand seine Berichte zur Freigabe senden müsse. Ja, das mag so sein, aber nicht allein der Staat kann Meinungen zensiern, auch dessen Bürger können dies und sie machen es mittlerweile sehr gut.

Medien, Internet all dies haben es einfacher gemacht seine Meinung kund tun zu dürfen. Gleichzeitig sind diese Orte aber mittlerweile zum virtuellen Pranger geworden. Themen wie die Asylpolitik bieten Chancen zur Rudelbildung, z. B. auf der einen Seite der Gutsmenschen, welche die „Ach so armen Flüchtlinge“ wie Götter hoffieren, und auf der anderen Seite die Nazis, welche diese Verbrecher lieber gestern als heute des Landes verweisen würden, weil diese ja unsere Frauen vergewaltigen, stehlen und nur Terror-Attentäter sind.

Es gibt durchaus Themen die man kontrovers diskussieren könnte. Nur all zu oft wird die große KO-Keule rausgeholt, wo der Gegenüber dann als „Nazi“ oder „Linker“ bezeichnet wird, womit man dann hofft die weitere Behandlung des Themas im Keim zu ersticken. Fortsetzen tun sich so Diskussionen z. B. bei Themen wie Islam und dem Umgang mit diesen und ähnlichen aufbrausend behandelten Themen geht.

Wenn dies so weiter geht, sehe ich große Risiken auf uns zu kommen. Ein Risiko wäre das wir wieder Anfangen Minderheiten und Außenseiter zu abfällig zu titulieren, denn von einem „Du Nazi“ zu einem „Du schwule Sau“ oder „Du faules Hartz4-Schwein“ ist es dann auch nicht mehr weit. So das auch über diese Themen nicht mehr sprechen können. Wovon ich Spreche ist Diskiminierung: denn jemand anderen als „Du Nazi“ oder sonst irgendwie zu bezeichnen, nur um nicht über unbequeme Themen sprechen zu müssen, ist Diskriminierung. Genau das was viele, sie diese Worte benützen sich auf die Fahne schreiben.

Grundsätzlich sind alle, egal ob sie Himbeer-Farbstoff im Hirn haben oder rechten Braunbären geknutscht wurden, ob es nun Flüchtlinge sind oder Menschen die an einerm anderen oder gar keinen Gott glaubem, ob sie nun nun hetero, bi oder schwul sind, ob sie einem, mehreren oder keinem Geschlecht angehören erstmal Menschen und von grundauf sollte man über alles sprechen können.

Betrachtet man die Diskussion die aus Kretzschmars Aussage entstanden ist, muss ich leider zu dem Punkt kommen und sagen: Das Schlimme ist – Kretzschmar hat leider recht. Vielleicht der erste Schritt auf dem Weg das mir der Herr doch noch sympathisch werden könnte.

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